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UPW ehrt drei „Urgesteine“ der Stadtpolitik

UPW ehrt drei „Urgesteine“ der Stadtpolitik

SAMSUNG Sie sitzen seit einem Vierteljahrhundert im Neumarkter Stadtrat und haben die Stadtpolitik entscheidend mitgeprägt.

Für Dr. Werner Mümmler, Rudi Bayerl und Franz Düring jährt sich ihre Stadtratstätigkeit heuer zum 25. Mal. Oberbürgermeister Thomas Thumann beglückwünschte die drei „Urgesteine“ der UPW im Rahmen eines Treffens mit der gesamten Fraktion und überbrachte seinen Dank an „drei Freunde, auf die er sich immer verlassen kann“.

Seit 1990, dem Jahr als OB a.D. Alois Karl zum ersten Mal zum Stadtoberhaupt gewählt wurde, begleiten die UPW-Räte die Stadtpolitik und hatten natürlich viele Erlebnisse und Anekdoten zu erzählen.

So erinnert sich Rudi Bayerl mit Vergnügen an den sagenumwobenen Maibaumklau vom Landesgartenschaugelände im April 1999. Dieser sollte vom Bauhof aufgestellt werden und wurde durch „Unbekannte“, welche sich dann als die Stadtgärtner herausstellten, entwendet. Nach harten „Lösegeldverhandlungen“ wurde er gemeinsam mit einer zünftigen Feier aller Beteiligten aufgestellt und OB Karl konnte beruhigt „seinen“ Maibaum präsentieren.

„Ich war gerade in meiner Anfangszeit oft dem Herzinfarkt nahe“, schildert Franz Düring seine Erlebnisse mit einem Schmunzeln. Insbesondere die Besetzung des damaligen neuen Werkleiters der Stadtwerke, als der neue OB Karl unbedingt seinen Kandidaten durchsetzen wollte und es sogar zu Sitzungsunterbrechungen gekommen sei, da Probeabstimmungen in den Reihen der Christsozialen nicht den gewünschten Erfolg brachten, sei ihm noch immer präsent. So etwas habe es vorher und nachher nicht mehr gegeben, erzählt Düring. Seinem „väterlichen Freund und Ratgeber“ Ernst Reischböck, sei er noch heute dankbar, da dieser ihn als damals „jungem Wilden“ immer wieder an der Hand genommen und ihm den Weg in die Politik erst aufgezeigt und geebnet habe. „Er hat mir an meinem 40. Geburtstag vorausgesagt, dass ich einmal Bürgermeister meiner Heimatstadt werden könne“, so Düring. Und Reischböck sollte Recht behalten, denn dieses Amt, von Düring in den Jahren 2008 bis 2014 bekleidet, war dann auch der persönliche Höhepunkt seiner Tätigkeit und habe ihn mit großem Stolz erfüllt.

Ebenfalls im Jahr 1990 stieg Dr. Werner Mümmler, der heutige Fraktionsvorsitzende der UPW, in die Politik ein. Er war damals wie heute der Meinung, dass sich jeder in irgendeiner Form ehrenamtlich betätigen sollte. Denn nur so funktioniere unser Sozialsystem, so der OB-Kandidat von 1996. Besondere Freude im Rückblick bringe ihm, dass in früheren Jahren die Vorschläge der UPW zu Kreisverkehren immer wieder von der damaligen Mehrheitsfraktion boykottiert worden seien und dafür Überführungen und Umfahrungen präferiert wurden. Diese Meinung habe sich grundlegend geändert, und wenn er die großen Kreisverkehre in Pölling und am Blomenhof betrachte, dann beschleiche ihn das gute Gefühl, dass „wir damals schon den richtigen Riecher“ gehabt haben. Sehr „stolz“ sei er auf die positive Entwicklung der Stadt Neumarkt mit einer der bundesweit niedrigsten Arbeitslosenquoten. Dies lasse eine sehr gute Zukunftsprognose in Aussicht stellen.

Angesprochen auf den Höhepunkt ihrer Laufbahn nannten alle drei die Wahl von Thomas Thumann zum Oberbürgermeister im Jahr 2005. Für Franz Düring wurde hier ein „Traum“ Wirklichkeit, da die damals noch in der Opposition agierende UPW nun entscheidend mitgestalten konnte und zu einer festen Größe der Stadtpolitik emporstieg.

Geradlinig, offen und aus innerster Überzeugung dafür zu arbeiten, was man geschworen hat, immer das Wohl der Stadt und ihrer Bürger im Fokus, das ist die Prämisse, welche alle drei an die nächste Generation weitergeben wollen. „Dafür sind wir gestanden, das soll man mit der UPW auch künftig verbinden“, so der Tenor der drei „Urgesteine“.